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Webdesign Trends 2019

By 02.2019 No Comments
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Webdesign Trends 2019

Im Webdesign ist kaum etwas so konstant wie die Veränderung. Jedes Jahr rücken neue Design Trends in den Vordergrund. Welche Webdesign Trends 2019 wirklich wichtig sind, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Webdesign Trend 1:  Modulares Webdesign

Das Konzept der modularen Komponenten ist an sich nichts Neues. Es wird in einer Vielzahl von Branchen und für unterschiedliche Produkte eingesetzt. Zum Beispiel im Bauwesen, in der Luft- und Raumfahrt oder im Automobilbau. Das modulare Webdesign geht auf druckbasierte Konzepte zurück. Eine Zeitung ist ein gutes Beispiel. Erfahrene Druckdesigner waren Vorreiter bei der Verwendung von Inhaltsblöcken und bestimmten jede Komponente einer Story: die Überschrift, Textspalten, Bilder mit Bildunterschriften. In einer Webumgebung erweist sich das modulare Design als ebenso praktisch. Der rasterartige Ansatz sorgt für ein einheitliches Erscheinungsbild, das Platzierung, Abstand, Ausrichtung und vieles mehr der Inhaltsboxen konsistent macht.

Modulares Webdesign bedeutet Freiheit bei der Gestaltung

Module eignen sich für jeden Inhaltstyp, der auf einer Seite enthalten ist oder sein könnte. Diese wiederverwendbaren Inhaltsblöcke folgen einem Raster mit festgelegten Haltepunkten. Wichtige Inhalte können wie bei einer gefalteten Zeitung oberhalb des Seitenumbruchs – Above the Fold –  platziert werden. Mit dem Rastersystem ist ein hohes Maß an Designfreiheit und Skalierbarkeit, ebenso wie die einfache Anpassung an mobile Geräte oder die Berücksichtigung von Designtrends wie Parallax-Scrolling verbunden,. Modulares Webdesign bietet den Komfort einer Vorlage, ohne, dass Sie dazu gezwungen sind, Inhalte in ein enges Korsett zu zwängen. Stattdessen gestalten Sie die Website-Erfahrung für Ihre Besucher ganz einfach aus den Inhalten.

Webdesign Trend 2: Material Design

Erst Skeuomorphismus, dann Flat-Design und heute Material Design. Material Design, obwohl nicht ganz neu, ist mit Sicherheit ebenfalls ein Webdesign Trend im Jahr 2019. Nach vielen Jahren, in denen der skeuomorphen Design-Stil versuchte, durch Kopieren der realen Eigenschaften von Gegenständen eine dreidimensionale Illusion auf zweidimensionalen Displays zu erzeugen, folgte im Jahr 2010 das Flat Design als krasser Gegenentwurf. Windows 8 und Apples iOS 7 waren Vorreiter dieses minimalistischen, aber wenig userfreundlichen Designstils ohne dritte Dimension.

Seit 2014, mit der Einführung von Googles Android L, ist Material Design die Designsprache für Websites und Apps. Mit Material Design, auch als Flat Design 2.0 bezeichnet, ist nach wie vor ein Designtrend für benutzerfreundliche Websites. Dank einer von Google eingeführten virtuellen Z-Achse wird ein ansprechendes Maß an Dreidimensionalität geschaffen. Mit Schatten, Licht und animierten Übergängen erleichtert es Material Design den Usern, Zusammenhänge auf einer Webseite zu erkennen und verbessert so die Usability.

Webdesign Trend 3: Long-Pager und Scrolling

Der Webdesign Trend 2019 geht eindeutig hin zu umfangreichen Webseiten mit langen Inhalten auf einer Seite. Mehrere kurze Seiten werden durch eine lange ersetzt. Dieser Webdesign Trend ist eine direkte Folge der User-Vorliebe für das Scrollen. Klicken, um auf die nächste Webseite zu wechseln, ist out. Zudem erleichtern lange Inhalte das Storytelling und bieten einen deutlich größeren Gestaltungsspielraum für das Design der Seite. Damit dieser Design Trend für die User funktioniert, muss leicht erkennbar sein, wo sich der gesuchte Inhalt auf der Seite befindet. Wichtig bei inhaltsreichen und langen Webseiten: Das fixierte Menü, damit Besucher nicht nach oben scrollen müssen, um auf eine andere Inhaltsseite zu wechseln.

Webdesign Trend 4: Mobile First – kein Weg führt zurück

Das Internet ist schon lange mobil geworden. Und es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich dieser Trend einmal umkehren wird. Rund zwei Drittel der User nutzt heute mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets, um im Internet nach Informationen und Produkten zu suchen. Dieser Entwicklung trägt der seit ein paar Jahren anhaltende Webdesign Trend Mobil First Rechnung. Mobile First bedeutet, dass eine Website nicht wie in früheren Jahren zunächst für große Bildschirme konzipiert und dann mehr schlecht als recht für mobile, kleinere Displays angepasst wird. Mobile First bedeutet, dass das Design einer Website zuerst auf die mobile Nutzung ausgerichtet wird. Responsive Design sorgt dafür, dass eine Webseite auf praktisch allen mobilen Geräten angezeigt werden kann und eine optimale Nutzererfahrung bietet. Mobiles Design ist klar, einfach und besticht durch kurze Ladezeiten.

Webdesign Trend 5: Neue, alte Inhalte

Großformatig Bilder, animierte GIFs und Hintergrundvideos

Großformatige Bilder, im Header der Startseite platziert, sind heute bei modernen Website nichts Außergewöhnliches mehr. Der Trend geht dahin, großformatige Bilder auch im übrigen Content zu platzieren. Nach wie vor beliebt sind sogenannte Stockfotos. Ihr Nachteil, sie werden auf vielen verschiedenen Websites genutzt. Google kennt diese Bilder ebenso wie User, die zu einem bestimmten Thema nach Informationen suchen. Besser sind authentische und einzigartige Bilder.

Eigene Bilder in hochwertiger Qualität sind für die Besucher einer Website wie ein weit geöffnetes Fenster, das einen interessanten Einblick in ihr Unternehmen bietet oder ihre Produkte in einer natürlichen, alltäglichen Umgebung darstellt. Nicht zuletzt gilt: Authentische Bilder schaffen Vertrauen. Und Vertrauen ist die Grundvoraussetzung dafür, das aus Besuchern Kunden werden.

Bei der Verwendung mehrerer großformatiger Bilder auf ihrer Webseite sollten Sie immer das Datenvolumen und damit die Ladezeit der Webseite auf mobilen Geräten im Auge behalten. Großformatige Bilder können bei einer langsamen Internetverbindung schnell negative Auswirkungen auf die Benutzerfreundlichkeit haben. Unverzichtbarer sind daher eine Bildoptimierung und die Nutzung von Progressive JPEG.

Animierte GIF-Bilder

Seit 2018 erleben die kleinen bewegten und fast vergessenen Bilder eine Renaissance. Ihre Beliebtheit und weite Verbreitung in den sozialen Medien sorgt dafür, dass sie auch im Webdesign wieder in den Vordergrund gerückt sind. Animierte GIFs bieten im Webdesign zwei Vorteile. Sie ziehen die Aufmerksamkeit auf sich und benötigen nur wenig Speicherplatz. Allerdings haben sie auch einen Nachteil. Animierte GIFs laufen in einer Endlosschleife, die von den Usern nicht gestoppt werden kann. Sie können daher schnell nervig werden. Verwenden Sie animierte GIF-Bilder nur gezielt und mit Augenmaß.

Hintergrundvideos

Seit gut einem Jahr liegen Hintergrundvideos voll im Trend. Die im Hintergrund ablaufenden Videos können von Besuchern kaum ignoriert werden. Mit interessanten Hintergrundvideos wecken Sie das Interesse der Besucher Ihrer Webseite, erregen Aufmerksamkeit und erhöhen die Verweildauer. Videohintergründe wirken modern und können den Besuchern einen weitaus+ tieferen Einblick gewähren, als dies mit statischen Bildern möglich ist. Auch hier sollten Sie die Ladezeit und das Datenvolumen im Auge behalten.

Website-Texte: übersichtlich, bunt und groß

Endlos lange Textwüsten ohne Struktur und klare Gliederung sind schon lange passé. Sie wurden in den vergangenen Jahren durch klar gegliederte, einfach lesbare Texte, die Informationen auf den Punkt bringen, ersetzt. Der Webdesign Trend 2019 für Webseite Texte geht noch einen Schritt darüber hinaus. Der Content wird noch stärker aufgesplittet. Großzügige weiße Flächen (Whitespaces) rücken die wichtigsten Informationen in den Mittelpunkt. Farben und auffällige Fonts bis hin zu plakativen und sehr großen Schrifttypen erregen Aufmerksamkeit und lenken den Blick der Besucher auf das Wesentliche.